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22.12.18
(em) Der bekannte Verkehrsexperte Professor Heiner Monheim fordert Visionen und Verbesserungen für den ÖPNV für die touristisch geprägte Region. In einem Bericht des »Ostholsteiner Anzeigers« vom 16.12.2018 nennt er dabei ausdrücklich auch die Strecke Neumünster – Ascheberg. Deutschland sei Anfang des vorigen Jahrhunderts mit 78.000 Kilometer Bahnstrecken in einer Vorreiterposition gewesen. Davon sei heute nur noch knapp die Hälfte aktiv. »Zurecht würde heute die Wiedereröffnung stillgelegter Bahnstrecken gefordert«, so Monheim. Für ihn bedeute das neben der Strecke Neumünster – Ascheberg – Plön auch, dass der Anschluss nach Lütjenburg reaktiviert werde (von Bad Malente – Gremsmühlen; Anm. der Redaktion).
Neben der Reaktivierung von Bahnstrecken geht der Bericht auch auf Monheims Forderungen nach einem besseren ÖPNV ein, der auch den Urlaubsverkehr berücksichtige. Der ÖPNV sei heute in Ostholstein gerade in den Ferien- und Hauptreisezeiten zu stark eingeschränkt, weil er überwiegend nur den Schülerverkehr berücksichtige. Oft schafften es Besucher nur bis zum Bahnhof, weil der Anschluss an ein gutes Stadt-, Regional- und Schnellbusnetz fehle. Diese Busse könnten für eine Anbindung in die weitere Region und an die Ostsee sorgen.
Monheim fordert auch eine stärkere Rolle von Kommunen wie Eutin im ÖPNV, die für den Nahverkehr nicht zuständig seien. Sie müssten für eigene ÖPNV-Projekte als freiwillige Aufgabe begeistert werden. In einem Gespräch mit dem Bürgermeister hat er zugesagt, einen Verbesserungsvorschlag für den ÖPNV in Eutin zu unterbreiten. »Es muss sich auch etwas in den Köpfen bewegen«, so der unkonventionelle Vordenker Monheim.

Der vollständige Bericht findet sich hier
-> »Spurwechsel fängt im Kopf an«.

20.12.18
»N  17c SH« – hinter dieser kryptischen Abkürzung verbirgt sich die Strecke Neumünster-Wankendorf-Ascheberg im »Deutschland-Takt 2030«. Die Takt-Studie stellt die grundlegende Strategie für den zukünftigen Schienenverkehr in Deutschland dar. Damit »hat der Bundesverkehrsminister die Strecke als zukunftsfähig benannt«, bringt es Frank Neufeind von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Plön in einem Artikel der »Kieler Nachrichten« auf den Punkt. Mit Bezug auf die Reaktivierung der Strecken Wrist-Kellinghusen und »Hein Schönberg« (Schönberg-Kiel) ist die Wieder-Inbetriebnahme von Neumünster-Wankendorf-Ascheberg mit direkter Verlängerung nach Plön damit eine logische Konsequenz. Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann bezeichnet die Strecke als eine der »seltenen Ost-West-Verbindungen im landesweiten Schienennetz« . Weshalb Neufeind auch eine Einarbeitung der Strecke in den landesweiten Nahverkehrsplan als schlüssig sieht. Peter Knoke vom Förderverein Ostholsteinbahn betont ergänzend den »Lückenschluss« der »Holsteinischen Schweiz« mit dem mittleren und südlichen Holstein und Hamburg, den
»N 17c SH« darstellt.
Der KN-Artikel in unserem -> Presse-Spiegel.

1.11.18
Die Stadt Neumünster hat sich nach der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie »Deutschland-Takt« klar für eine Reaktivierung der Bahnstrecke Neumünster-Wankendorf-Plön ausgesprochen. Sie sieht darin eine »sehr sinnvolle Ergänzung des schleswig-holsteinischen Netzes, insbesondere der West-Ost-Querung«. Um schnell wieder Leben auf die Strecke zu bekommen, könnte dies anfangs auch als touristischer Verkehr auf einem Teilstück angedacht werden. Die Idee, die Trasse als Radwanderweg zu nutzen, erteilt die Stadt eine Absage. Interesse steht hingegen darin, das Gewerbe-Gebiet an der Tungendorfer Straße wieder per Gleis zu bedienen – der Gleisanschluss besteht noch immer.
»Der Förderverein Ostholsteinbahn freut sich sehr über die positive Reaktion der Stadt Neumünster zum ‚Deutschland-Takt‘«, so der erste Vorsitzende Peter Knoke.

15.10.18
Hocherfreut hat der Förderverein Ostholsteinbahn die Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie „Deutschland-Takt“ durch den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer zur Kenntnis genommen. Grund dieser Freude: die Berücksichtigung der Strecke Neumünster – Ascheberg (– Plön) in der Detailplanung der Studie.
Die Studie „Deutschland-Takt“ stellt das Bahnnetz der Zukunft vor. Kern der Planung ist die bundesweite Taktung des Bahnverkehrs. Damit wird Bahnfahren schneller, weil die An- und Abfahrzeiten bundesweit verbunden werden. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie ein flächendeckender Bahnverkehr aussehen kann.
„Das ist endlich mal eine gute Nachricht von ‚ganz oben‘! Denn am D-Takt haben namhafte Firmen sowie mehrere technische Universitäten mitgearbeitet. Es wird deutlich, dass die Erhaltung und Reaktivierung der Strecke kein ‚Spleen‘ von einigen Bahn-Nostalgikern ist, sondern auch in Berlin für das Gesamtnetz als sinnvoll eingestuft wird. Wir gehen jetzt davon aus, dass die Aufnahme der Strecke Neumünster – Ascheberg (– Plön) in den ‚Deutschland-Takt‘ ein deutlicher Anreiz für die Politik im Land ist, die Reaktivierung der Strecke jetzt mit voller Kraft voranzutreiben“, so der Vorsitzende Peter Knoke.

Die Links zur Machbarkeitsstudie und den Zielfahrpläne Deutschland-Takt finden sich hier:
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/deutschlandtakt-machbarkeitsstudie.html?nn=12830
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2018/080-scheuer-deutschlandtakt.html

10.09.18
Im Rahmen der Verbesserung der Eisenbahn-Infrastruktur in Schleswig-Holstein haben Nah.SH (Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein) und die DB Station & Service AG eine Reihe neuer Bahnstationen sowie die Erneuerung von Bahnhöfen vereinbart.
Die Reaktivierung der Strecke Neumünster – Wankendorf – Ascheberg (– Plön) ist noch nicht dabei. Darüber wurde in der lokalen Presse berichtet. Der Förderverein Ostholsteinbahn e.V. sieht keinen Zusammenhang mit dem Stationsprogramm des Landes und der Reaktivierung der Strecke. Der Bahnhof Wankendorf kann aus Sicht des Vereinsvorsitzenden erst in das Stationsprogramm aufgenommen werden, wenn eine Entscheidung zur Reaktivierung der Bahnstrecke gefallen ist.
Der Vorschlag der beiden Kreistagsabgeordneten Christian Rahe und Björn Rüter, die stillgelegte Bahntrasse zu einem Rad- und Wanderweg auszubauen, ist nur »ein alter Hut«, der bereits 1996 auf den Tisch gekommen sei, so Knoke. Damals hätten sich die Kommunen entscheiden können, die Strecke dafür selbst zu erwerben. Dann hätten Sie dafür das spätere Nutzungsrecht ausüben können. Dies ist aber damals nicht erfolgt. Der Grund und Boden, der immer noch für die Eisenbahn gewidmet ist, wurde von der Deutschen Bahn AG an private Interessenten verkauft. Insofern sieht Knoke in dem Vorschlag für einen Rad- und Wanderweg nur eine »Nebelkerze«, die die Sicht auf das sinnvollere Ziel – der Reaktivierung der Bahnstrecke – verhindert.
Knoke hält eine bessere Anbindung der Region Holsteinische Schweiz an den Bahnknoten Neumünster für wichtig. Damit würden Bahnfahrende eine halbe oder sogar dreiviertel Stunde schneller unterwegs sein können als aktuell. Umgekehrt würde die Region auch für Touristen, die die Bahn nutzen wollen, deutlich attraktiver. Diese Ansicht wird inzwischen auch von politischen Mehrheiten im Kreis Plön und den Kommunen Plön und Wankendorf geteilt.
Deshalb sieht er in der Reaktivierung der Bahnstrecke eine bessere Option als die Nutzung durch einen Rad- und Wanderweg. Eine Weiterentwicklung des Radwegenetzes des Kreises Plön – ggf. auch unter Nutzung aufgelassener Bahnstrecken – unterstützt er im Rahmen eines Gesamtkonzeptes ausdrücklich, auch wenn die Bahntrasse Neumünster – Ascheberg dafür aus oben den genannten Gründen nicht zur Verfügung stehen kann.